Walter Isendahl, Harry E. Meville - Motorjachten

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Walter Isendahl, Harry E. Meville

Motorjachten

ihre Einrichtung und Handhabung (2.Auflage 1921)

Sprache: Deutsch

Umschlag: Broschur

Erscheinungsjahr: 2012

160 Seiten

mit 76 Abbildungen

Format: 210 mm x 148 mm

ISBN/EAN: 9783954270071

Leseprobe

Preis (inkl. 7% USt.): 29.90 € (D, A, CH)

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Exemplar(e)

siehe auch: Viebahn/Techow Handbuch...

siehe auch: Meville Klassische Boots...

siehe auch: Bauer Das Motorboot...

Die erste Auflage dieses Buches der Motorschiff- und Jacht-Bibliothek erschien im Jahre 1908 aus der Feder von H. de Mville als Band 32 der Auto-technischen Bibliothek. Das damals zur Verfgung stehende Material an rein deutschen Jachtkonstruktionen war verhltnismig gering, da die Entwicklung dieser Fahrzeuge in Deutschland dem Ausland, namentlich Amerika und England, gegenber noch weit im Hintertreffen war. Das hat sich seit 1908 dank der rhrigen Ttigkeit des 1906 gegrndeten Deutschen Motorboot-Klubs und des 1907 gegrndeten Motorjacht-Klubs von Deutschland erheblich zugunsten der deutschen Industrie gendert.

Aus dieser Entwicklung ergab sich, dass bei einer Neubearbeitung des Bandes auf die Abbildung und Beschreibung englischer und amerikanischer Konstruktionen verzichtet werden konnte. Deshalb soll auch das Buch in erster Linie dazu dienen, dem Leser ber den Stand des deutschen Motorjacht- und Motorbootbaues einen kleinen berblick zu geben und ihm die Auswahl dessen zu erleichtern, was er fr seine Zwecke am Geeignetsten hlt. Dagegen konnten die Abschnitte ber Ausrstung", Seemannschaft" usf. unverndert beibehalten werden.

Die Zeiten brachten es mit sich, dass nicht jede vorhandene Werft mit Rissen oder Abbildungen vertreten sein konnte. Die Auswahl des von den meisten Werften zur Verfgung gestellten Materials ist lediglich nach dem Gesichtspunkte getroffen, die Mannigfaltigkeit der Ausfhrungsmglichkeiten zu zeigen. Diese Mannigfaltigkeit aber ist es gerade, die auch zeigt, weshalb an eine allgemeine Verbilligung des Motorbootbaues, etwa wie beim Automobilbau, zunchst nicht zu denken ist. Der Motorbootbau wird nie ein Serienbau in dem Mae wie der Automobilbau werden, weil einmal der Interessentenkreis ein zu kleiner ist, zum anderen aber jeder dieser Kufer seine eigenen Bequemlichkeitsideen hat.

Der eine fhrt gern schnell und will durch den rauschenden Gischt der Bugwelle gekitzelt werden; er kauft ein Schnellboot und geht vielleicht spter zum Rennboot ber. Der andere begngt sich mit einem schnellen Tourenboot fr Tagestouren. Der dritte kann sich damit nicht begngen, er muss darauf mindestens kochen knnen und einen Unterschlupf fr die Nacht haben. Er bekommt ein offenes Boot mit einer langen Back la Hundehtte, wo er nachts trocken und warm liegt. Hieraus entwickelt sich dann allmhlich die bequemere Vorderkajte mit Sitz- oder Stehhhe, Pantry usw.

Man sieht schon hier, die Liebe zum Motorboot geht nicht durch den Magen sondern durch den Geldbeutel. Der vierte, fnfte, sechste verlangen eine bequemere oder eine ganz groe, feine Kajte mit vielem Platz zum Essen und zum Schlafen, gerumige Kojen fr die Besatzung, Binnenkreuzer, Seekreuzer, eine Maschine, zwei Maschinen, manchmal alles, was sogar bei 18 m Lnge und mehr schwer unterzubringen ist, in einem Boot von 12 m. Da ist hufig eine sehr geschickte Diplomatie der Werften und des Konstrukteurs notwendig, um die Wnsche mit dem Geldbeutel des Bestellers einerseits und der Ausfhrungsmglichkeit andererseits in Einklang zu bringen. Hier und da muss auf zuviel verzichtet werden, um das wirklich Notwendige und Wichtige zu ermglichen.

Wenn daher das Buch dem Leser einen Anhalt fr das in vernnftigen Grenzen Erreichbare geben kann, so ist sein Zweck damit erfllt.